Die Tales of Spiele werden für mich immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben, denn ich liebe diese Reihe über alles. Im Grunde war dies auch damals meine erste Berührung mit einem JRPG, mal von Pokémon abgesehen. Wobei ich finde das Pokémon jetzt kein klassisches JRPG ist, aber ich glaube darüber lässt sich streiten.

Meine erste Berührung mit einem Tales of Spiel war damals auf der Xbox 360. Ich hatte einfach bock auf ein neues Spiel. So bin ich nach einer kurzen Suche über das Game „Tales of Vesperia“ gestolpert, welches mir auch von einigen anderen empfohlen wurde. Witzigerweise gab es damals nicht all zu viele JRPG auf der Xbox Konsole. Das änderte sich auch so schnell nicht, aber Vesperia war tatsächlich eins der Tales of Teile die es damals bei uns, nur auf der Xbox gab. Ich hatte also irgendwie Glück das ich damals auf der Xbox 360 gezockt habe und kam somit in den Genuss meines ersten JRPG. So habe ich mich letztendlich in das Genre verliebt.

JRPGs sind für mich besondere Spiele. Ja, es gibt einige Games die sich schon sehr ähneln und grundsätzlich ist bei diesem Genre immer ein gewisser Vibe vorhanden. Für mich sind JRPGs was ganz besonderes, dieses Zusammenspiel zwischen emotionaler und teils überdrehten Story, tollen und auch skurrilen Charakteren, wunderschönen Welten und spaßigem Gameplay. Dabei ist mir letzteres sogar besonders wichtig. Ich bin jemand dem ist die Story erstmal egal. Ich zocke Spiele nicht hauptsächlich um eine wundervolle Geschichte zu erleben, sondern um eine geile Zeit mit dem Gameplay und den Charakteren zu haben. Daher war mir Gameplay schon immer sehr wichtig, wenn dieses mich bei Laune hält, dann stecke ich gerne viel Zeit in das jeweilige Spiel. Wenn die Story natürlich gut ist und mir gefällt, ist das ein netter Zusatz. Bin also niemand der jetzt alles an Story überspringt, nur um schnell voran zu kommen. Auch wenn mir das Gameplay am wichtigsten ist, so lasse ich mir doch sehr gerne Zeit und genieße selbstverständlich auch die Story.

Das für mich beste Game der Reihe ist Tales of Arise

Für mich ist Tales of Arise mit Abstand das beste Spiel der Reihe. Grundsätzlich mochte ich eigentlich jeden Teil der Reihe, den ich gezockt habe. Jedoch hat der letzte Teil etwas besonderes an sich, dies fängt schon beim Look an, geht weiter zu den Charakteren, der wirklich interessanten und spannenden Story so wie das bekannte aber dennoch teils frischere Gameplay.

Screenshot aus dem game Tales of Arise. Zu sehen ist ein wolkenloser blauer Himmel und der Hauptcharakter des Spiels, welcher in einer trostlosen Gegend steht. In der Ferne ist eine Konstruktion zu sehen, ein Aufzug.

Tales of Arise habe ich damals zum Release auf der Xbox Series X gezockt. Ich fand es so gut das ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und komplett durchgezogen habe. Natürlich nicht an einem Stück, dafür ist das Spiel viel zu groß. Fairerweise muss gesagt werden das sich Arise an einigen Stellen etwas zieht, aber dieses Problem haben JRPGs anscheinend für sich beansprucht.

Kennst du das, wenn du ein Game spielst und es fühlt sich so an, als sei man kurz vorm Ende, es sind vermutlich nur noch so zwei, drei Stunden zu spielen, der Endboss wartet bereits an der nächsten Ecke auf dich? Kennst du das Gefühl? Das ist gefühlt bei jedem JRPG so, leider auch bei Tales of Arise. Ab einem gewissen Punkt hat man schon sehr viele Stunden ins Spiel gesteckt und du denkst es sei gleich leider vorbei. Bist schon traurig das die Reise langsam ihr Ende nimmt und dann auf einmal ändert sich alles.
Irgendwas passiert in der Handlung, schleudert sich gefühlt mehrere Stunden zurück, plötzlich stehst du mit deinem Charakter irgendwo und es fühlt sich so an, als würde alles von vorne losgehen. Klar, gerade eben hast du noch getrauert dass das Spiel gleich vorbei sein wird, jedoch hast du nicht damit gerechnet das dich nun viele weitere Stunden erwarten werden.

Selbes Szenario hatte ich auch bei Dragon Quest XI. Plötzlich kommen neue Erkenntnisse auf und schmeißen dich Stunden nach hinten. Weiter gehts. Neue Herausforderung, neues was herausgefunden werden muss.

Es ist nicht so das es mich extrem stören würde, aber es fühlt sich oftmals auch etwas erzwungen an, als würden Entwickler:innen unbedingt noch zehn bis zwanzig Stunden das das Spiel hängen wollen. Das ist zumindest etwas, was zurecht kritisiert werden kann.

Screenshot aus dem Game Tales of Arise. Wir sehen hier eine Szene aus dem Spiel nach dem ersten Bosskampf, wie ein Feuerstrahl gegen ein Tor schießt und dieses nach und nach zerstört.

Dennoch fühlte sich Arise wie eine sehr gute Weiterentwicklung der Reihe an. Die Teile zu vor fühlten sich alle irgendwie ähnlich an. Bei Tales of Arise jedoch gab es das Gefühl, freier zu sein, eine viel größere Welt mit mehr Tiefe vor sich zu haben. Alles fühlte sich einfach offener, größer und moderner an.

Tales of Arise für die Nintendo Switch 2

Ich muss gestehen das ich nicht wirklich hyped war, als das Game für die neue Nintendo Konsole angekündigt wurde. Letztendlich hatte ich das Spiel bereits durchgespielt gehabt und darüber hinaus den Anfang mehrmals gezockt. Wie es aber so oft ist, bekam ich vor geraumer Zeit richtig Lust mir das Spiel dann doch für die Nintendo Switch 2 zu holen und nochmals durchzuspielen. Vor allem, weil ich die Erweiterung bis heute nicht gespielt habe. Lag aber auch daran das ich den alten Spielstand nicht mehr habe, da ich keine Xbox mehr besitze. Bis dato hatte ich auch keinerlei Motivation das Spiel nochmal durchzuspielen. Dies hat sich jedoch nun geändert.

Durch diverse Beiträge auf Social Media bzw. zu sehe wie viele sich über das Game auf der Switch 2 freuen und Spaß damit haben, habe ich selber richtig bock auf das Spiel bekommen. Hätte auch einfach auf dem PC zocken können, wo ich es sogar vor Wochen angefangen hatte. Jedoch interessierte mich einfach, wie sich das Spiel auf der Switch 2 spielen lässt, wie gut es optimiert wurde. Vor allem aber hatte ich auch einfach bock das Spiel auf einem Handheld zu zocken.

Jetzt habe ich doch schon sehr viel über Tales of, meine erste Berührung mit der Reihe und auch meine Begeisterung zu Tales of Arise geschrieben. Jedoch bin ich nocht gar nicht auf das Thema zusprechen gekommen, um das es eigentlich in diesem Beitrag gehen sollte. Letztendlich wird das aber auch nur ein kleinen Teil von diesem Text ausmachen, denn so viel gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen.

Tales of Arise spielt sich auf der Nintendo Switch 2 wunderbar. Sowohl im Dock-Modus, als auch im Handheld-Modus. Mir sind keine störenden Framedrops aufgefallen. Auch keine nervigen Grafikfehler, es sieht auf der Switch 2 ebenfalls unfassbar gut aus. Die Texturen machen einen guten Eindruck, das Licht sieht super aus, die Charaktere sind nicht pixelig und es läuft flüssig. Zumindest empfinde ich das Spiel als sehr flüssig. Das ist ja von Mensch zu Mensch immer etwas unterschiedlich. Ich kann auch Games zocken die nur mit 30fps laufen, obwohl ich einen PC besitze der das Spiel locker mit deutlich mehr Frames abspielen könnte. Mich stört es dennoch nicht und ja, falls einer Fragen sollte: Ich erkenne es sehr wohl wenn ein Spiel nur mit 30 statt 60 oder mehr Frames läuft. Es ist letztendlich einfach so, dass es mir vollkommen egal ist. Ich habe Freude an Games die sowohl mit 30, 60, 90, 120 oder mehr fps laufen. Für mich macht das ein Spiel nicht schlechter. Aber wie gesagt, Tales of Arise sieht wirklich gut aus und lässt sich ordentlich im Dock-Mode als auch auf der Switch 2 selber – im Handheld-Mode, zocken.

Was für mich jedoch am wichtigsten war: Wie fühlt sich das Game auf einem Handheld an? Es gibt Games die sich dafür einfach nicht besonders gut eignen, wo es sich einfach nicht richtig anfühlt. Ich würde vermutlich nie einen Shooter auf einem Handheld zocken, weil ich da dann doch bequemer finde einen Controller in der Hand zu halten. Hier jedoch gibt es Entwarnung! Ich finde sogar dass sich das Spiel sehr gut im Handheld-Mode spielen lässt. Es lässt sich zum einen gut Steuern und zum anderen – was bei einem Game auf einem Handheld mit das Wichtigste ist, die Anzeigen so wie auch die Schrift ist gut zu lesen. Nicht zu klein, aber auch nicht zu groß das irgendwelche Anzeigen zu viel vom Spiel bedecken. Es wurde auf jeden Fall gut umgesetzt.

Die Nintendo Switch 2 lässt sich ja sowohl als Handheld – direkt in der Hand, als auch als eine Art „Tablet“ – auf dem Tisch, nutzen. Ich switche da immer sehr gerne hin und her. Hin und wieder liebe ich es auf dem Bett oder auf der Couch zu liegen mit der Konsole in der Hand. Jedoch sitze ich auch gerne mal am Tisch, stelle die Konsole drauf und zocke dann mit dem Controller weiter. Das ist halt eins der Dinge, die ich an dem Konzept dieser Konsole so sehr liebe.

Zu guter Letzt lässt sich also sagen …

Tales of Arise für die Nintendo Switch 2 ist ein unfassbar guter Port für die aktuellste Nintendo Konsole. Ich bin richtig happy damit dass das Game für die Nintendo Switch 2 released wurde. Es läuft nicht nur gut auf der Switch 2, es sieht auch noch verdammt gut aus – sowohl auf dem TV als auch auf dem Display der Konsole.

Ich habe zumindest sehr viel Spaß mit dem Game und freue mich schon, wenn ich mit der Erweiterung starten kann – bin schon sehr gespannt.

Würdest du mich also fragen, ob ich das Game für die Switch 2 empfehlen kann, würdest du ein ganz klares ja von mir bekommen, sofern du JRPG magst und mit dem Kampfsystem etwas anfangen kannst. Ansonsten steht dem sicherlich nichts im Wege. Wobei ich sowieso finde das Spieler:innen die Games unbedingt mal ausprobieren sollten, auch wenn das Kampfsystem einen erstmal nicht zusagt. Mir ging es am Anfang genau so. Als ich mit Tales of Vesperia angefangen habe, fand ich das Kampfsystem auch sehr gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile liebe ich es sehr.

Das Spiel bietet tolle Charaktere, eine wunderschöne Welt, ein tolles Gameplay und eine interessante Story die Spieler:innen ganz gut bei Laune halten kann.

Es ist schon irgendwie verrückt. Als ich diesen Beitrag angefangen habe zu schreiben, hatte ich eigentlich geplant einen Einblick zum Spiel zu schreiben. Aber irgendwie hat sich das während des Schreibens in eine vollkommen andere Richtung entwickelt, die so gar nichts mehr mit einem Einblick zu tuen hat.
Nun, letztendlich ist es kein Einblick geworden, sondern eher einige Gedanken als Beitrag zusammengefasst. Oder viel mehr eine kleine nostalgische Reise: Meine ersten Berührungen mit der Reihe und meine erste Berührung mit Tales of Arise.

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