Ich liebe Weihnachten. Vor allem aber liebe ich auch die Zeit vor Weihnachten und zwischen den Feiertagen. Für mich hat diese Zeit immer eine beruhigende Wirkung, auch wenn es letztes Jahr durch die Arbeit nicht ganz so ruhig war, wie erhofft. Letztendlich kann gesagt werden, dass ich diese Zeit sehr liebe und es mir vor allem in diesem Zeitraum am leichtesten fällt, etwas herunterzukommen, einen Gang herunterzuschalten und nach und nach das Jahr ausklingen zu lassen.
Vor allem versuche ich in dieser Zeit immer gewisse Dinge anzugehen, für die ich sonst nicht den Kopf habe, oder es sind eben Sachen, die mir einfach guttun. Lesen, Anime schauen oder eben auch zocken sind Hobbys, denen ich in dieser Zeit sehr viel Aufmerksamkeit schenke, zumindest versuche ich dies.
Letztes Jahr habe ich mir eigentlich vorgenommen, einige Games auf meiner Liste endlich mal durchzuspielen. Ich wollte mich komplett in diese Spielwelten hineinsaugen lassen. Allerdings … Naja, wie soll ich das sagen? Ich habe nicht ein einziges Spiel gezockt, welches ich eigentlich spielen wollte. Der Grund dafür ist ein bereits bekanntes Spiel, von dem ich schon etwas länger Pause gemacht habe.
Das Housing in World of Warcraft hat erneut mein Interesse geweckt
Mit der neuesten Erweiterung “Midnight” wurde endlich ein Housing-System ins Spiel gebracht. Dieses wurde für alle Vorbesteller:innen bereits im Dezember freigeschaltet und genau dies hat mein Interesse erneut geweckt.
Versteh mich nicht falsch, ich liebe WoW auch ohne Housing. Es gibt auch so schon sehr viel, was man in diesem wundervollen MMORPG machen kann. Aber durch das Housing wurde meine Lust eben erneut entfacht. Ich liebe es eben, in Games mein eigenes Zuhause einrichten zu können, und heiße es daher sehr willkommen, dass es nun auch in WoW möglich ist.
Also habe ich mir den Launcher heruntergeladen, WoW installiert, meinen Account reaktiviert und habe mich nach einer ewigen Zeit mal wieder in meinem Account eingeloggt. Es fühlt sich jedes Mal so an, als würde man nach Hause kommen. Ein wohliges Gefühl, sobald man sich mit seinem Charakter in Azeroth befindet und einem die vielen Möglichkeiten des Spiels offenstehen. Obwohl ich eine wirklich extrem lange Zeit WoW nicht mehr gespielt habe, fühlt sich dennoch alles vertraut an. Der Vibe an sich hat sich kein bisschen verändert, aber vieles ist relativ einsteigerfreundlich geworden und die Optionen, die einem offenstehen, wie man die Zeit mit dem eigenen Charakter verbringt, sind einige.
Also, weswegen wollte ich mir WoW mal wieder anschauen? Ach ja, genau … das Housing. Um ehrlich zu sein, habe ich mir das Housing bis heute nicht angesehen. Ich weiß, Housing war eigentlich der ausschlaggebende Punkt, weswegen ich wieder Bock auf WoW hatte. Aber letztendlich auch nicht der Einzige. Denn im Grunde habe ich mich nach einem Game gesehnt, in dem ich wieder mal so richtig tief versinken und in dem ich sehr viele Stunden verbringen kann. Und um ehrlich zu sein: Das Housing geriet nach und nach in Vergessenheit. Als ich mich endlich eingeloggt hatte, wurden mir so viele Vorschläge an den Kopf geschmissen, was ich alles machen könnte, dass ich denen erst einmal nachgegangen bin.
World of Warcraft erweckte alte Erinnerungen
Ich packte meine Beine in die Hand, oder eher die meines Charakters, und machte mich auf den Weg. Mein erstes Ziel war Chromie. Ein besonderer NPC im Spiel, der es einem ermöglicht, durch die Zeit zu reisen.
In WoW hat man nämlich die Möglichkeit, in die Storys der einzelnen Erweiterungen einzutauchen. So kann man sich zum Beispiel für Cataclysm oder Mists of Pandaria entscheiden. Ich für meinen Teil hatte zu dem Zeitpunkt den Plan gehabt, alle Storys noch einmal zu erleben. Angefangen bei Cataclysm, vor allem weil es mein Lieblings-Addon ist. Das liegt aber vermutlich unter anderem auch daran, dass Cataclysm die erste Erweiterung ist, von der ich den Release miterlebt habe.
Hatte mit WoW ca. 2009 angefangen. Damals waren zwei Erweiterungen erhältlich und ich bin somit mittendrin in Wrath of the Lich King eingestiegen. Demnach war Cataclysm das erste Addon, welches ich von Anfang an mitverfolgt bzw. miterlebt habe.
Ich fing also an, Azeroth erneut zu erkunden. Meine Liebe zum Spiel wurde nach und nach erneut entfacht und ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Ich war jetzt nicht süchtig, aber dieses gewohnte Gefühl hat mich an den Monitor gefesselt.
Nach einigen Tagen habe ich mich dann dazu entschieden, mir den Legion Remix anzuschauen.
Der Legion Remix war eine besondere Erfahrung
Ich habe nie wirklich viel von Legion mitbekommen. Das war unter anderem so die Zeit, in der ich nicht mehr aktiv WoW gespielt habe. Meine aktivste Zeit in dem Game war Cataclysm und vor allem Mists of Pandaria. Danach ist die Aktivität etwas gesunken.
Demnach wollte ich mir den aktuellen Remix einmal genauer anschauen. Diese werden ja häufiger veranstaltet und dienen im Grunde dazu, die Erweiterungen noch einmal so zu erleben, wie diese damals herauskamen, mit ein paar Anpassungen wie Loot, welches es nur während des Remixes gibt. Hierfür muss man sich auch einen neuen Charakter erstellen, einen Remix-Charakter, der dann auch nur für den Remix gedacht ist, bis man ihn dann in einen normalen umwandelt oder der Remix eben vorbei ist.
Was ich ganz interessant finde: Es sind nicht sofort alle Inhalte der jeweiligen Erweiterung im Remix verfügbar. Diese werden nach und nach freigeschaltet. So stellt man sicher, dass Spieler:innen den Remix nicht innerhalb eines Tages durchspielen.
Ich habe mir also einen neuen Charakter erstellt, weil ich unbedingt diesen Content ausprobieren wollte und weil ich Legion selbst noch gar nicht kannte. Was soll ich sagen? Der Legion Remix hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Hatte das Gefühl, dass das Gameplay an sich etwas flotter war, und der stetige Fortschritt bei seinem Charakter motivierte noch einmal zusätzlich. Vor allem, wie viel Laune es gemacht hat, sich mit seinem Krieger durch die Gegner zu kämpfen
Die pure Nostalgie kehrte zurück
Während der ganzen Zeit hatte ich stets ein nostalgisches Feeling an meiner Seite. Allein die Grafik, die Musik und die Charaktere versetzen mich jedes Mal erneut in eine Art nostalgische Sehnsucht.
Ich liebe es einfach, die Gegend zu erkunden, durch Azeroth zu laufen, Quests zu erledigen, den eigenen Charakter aufzuleveln, zu looten und immer mehr von der Welt sehen zu können. Auch wenn Azeroth für mich nicht neu ist, so geht der Spaß für mich an dieser Welt nicht verloren.
Bin selbst auch kein Spieler, der MMORPGs wegen des Progress spielt. Ich muss nicht unbedingt die neusten Raids mitlaufen, diese innerhalb weniger Stunden clearen. Ich spiele MMOs wegen des Gameplays, der Welt und der Charaktere. Und genau hier hat WoW für mich schon immer einen besonderen Platz gehabt. Einfach im Feierabend entspannt an den PC setzen, eine gemütliche Runde WoW, ein paar Quests erledigen und das Game genießen. Zusätzlich gibt es noch ein schön nostalgisches Feeling, weil mich eben vieles aus dem Spiel an damals erinnert, wie ich mit Freunden durch Azeroth gelaufen bin und wir zusammen Quests erledigt haben, während wir in einem Skype-Call saßen und miteinander quatschten. Das war einfach eine super entspannte Zeit, und selbst nach so vielen Jahren, gibt mir WoW auch heute noch dieses Feeling.
Das Artikelbild wurde von Blizzard zur Verfügung gestellt.
