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Buch Review: Das Erbe der Elfen – Die Hexer Saga (The Witcher)

Wie lang ist das schon her, als ich mich das letzte Mal hingesetzt und ein Buch gelesen habe?

Schon sehr lange.

Ich lese zwar gerne, muss allerdings gestehen das ich nie jemand war der sich Stundenlang einem Buch widmen konnte. Habe ich einfach nie geschafft. Ich hatte einfach nie die Geduld dafür. Mal davon abgesehen das ich auch noch andere Hobbys habe, die meine volle Aufmerksamkeit haben wollen.

Umso erstaunlicher war es das ich dieses Buch innerhalb einer Woche weggelesen habe. Für mich persönlich ein kleiner Erfolg. Meist sitze ich im Schnitt einen Monat oder länger an einem Buch. Aber wir sprechen hier immerhin von Witcher. Eine Geschichte, eine Welt, Charaktere die mich schon immer sehr gepackt haben.

Wie sicherlich der ein oder andere weiß bin ich großer The Witcher Fan. Angefangen hat dies mit The Witcher 3. Ein Spiel, welches ich mehrmals durchgespielt habe. Ebenso habe ich die beiden ersten „Kurzgeschichten“ Bände vor ein paar Jahren gelesen. Durch das Spiel bin ich überhaupt erst auf die Idee gekommen, die Bücher anzufangen. Vor den Spielen war mir das Universum völlig unbekannt.

Dank der The Witcher Serie auf Netflix, bin ich wieder auf den Geschmack gekommen, endlich auch mal die Bücher weiterzulesen. und habe mir direkt das erste Band auf meinem Kindle geladen.

Mehr zu Geralt, Ciri und Yennefer …

In dem ersten Teil des Romanes „Das Erbe der Elfen“ begleiten wir Geralt, Ciri und Yennefer. Aber auch Rittersporn und Triss sind mit von der Partie, welche man ebenfalls öfters im Buch über den Weg läuft.

Es herrscht Krieg, zumindest ist die Situationen zwischen den verschiedenen Fraktionen angespannt. Besonders Nilfgaard trägt einen großen Teil dazu bei. Nach dem Angriff auf Cintra und Sodden sind die Nilfgaarder nicht sonderlich beliebt. Eine große Macht, die sehr schwer zu bekämpfen ist und viele in Mitleidenschaft gerissen hat.

Darunter auch Ciri, die Prinzessin, welche eigentlich Anspruch auf den Thron von Cintra hat. Aber nur die wenigsten überhaupt wissen das sie noch am leben ist und dies soll auch so bleiben.

Zu Beginn des Buches trifft man auf Rittersporn, der mal wieder seine Geschichten unter die Leute bringt. Was ihn abermals in Gefahr bringt. Ebenso lernen wir neben Geralt auch die anderen Hexer wie Eskel oder Vesimir kennen. Auch Triss hat relativ am Anfang ihren Auftritt, welche zum ersten Mal Ciri kennenlernen darf. Hier fängt die Geschichte auch erst richtig an und wird von Kapitel zu Kapitel immer komplexer.

Was wohl an alldem dahinter steckt?

Hauptsächlich geht es im ersten Teil des Romanes um, welcher direkt an den Kurzgeschichten anknüpft, Ciris Ausbildung, ihre Vergangenheit, um die Charaktere allgemein.

Viel möchte ich aber auch nicht zur Geschichte verraten.

Wer ein Buch mit einer entspannten Geschichte und Erzählweise sucht, sollte sich eventuell zweimal überlegen ob „Die Hexer Saga“ wirklich das Richtige ist. Man trifft auf viele Charaktere, viel Szenenwechsel, auch diverse Rückblicke, welche in mitten der Szenen aufgegriffen werden – damit man eben etwas mehr Hintergrundwissen zu den Charakteren und zu der Handlung bekommt. Man muss hier allerdings schon sehr aufpassen und genau lesen, damit man auch alles mitbekommt. Ich selber habe mich des öfteren dabei erwischt wie ich etwas zweimal lesen musste. Es kann teilweise doch etwas verwirrend sein. Persönlich fand ich dies allerdings nicht sonderlich schlimm.

Ganz im Gegenteil. Ich finde das hat es etwas spannender gemacht und man konzentrierte sich so viel mehr auf die Geschichte.

Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist der Schreibstil. Ich selber mag ihn sehr. Dieser ist nicht langweilig, bringt das gewisse Etwas mit und liest sich sehr flüssig. Die Geschichte wird durch den Schreibstil lebendiger und macht noch mehr Spaß. Vor allem die netten Umschreibungen, auf die man immer mal wieder im Buch trifft sind super.

Ein gutes Beispiel:

Wenn er die Arme vor der Brust verschränkte – und das tat er gern -, sah es aus, als hätten sich zwei Pottwale auf einen Blauwal geworfen.

Solche Stellen haben mir schon das ein oder andere Mal ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Ich finde dadurch wirkt alles etwas lockerer und wie gesagt, es macht Spaß dies zu lesen. Da trägt der Schreibstil sehr viel zu bei.

Mit knapp 384 Seiten ist das Buch auch nicht zu lang und nicht zu kurz. Ich mag allgemein keine Bücher wo man 600 Seiten oder mehr hat. Ich habe es lieber, wenn ein Buch etwas knackiger ist und nicht zu lang gezogen wird.

Oder kennst du das, wenn in einem Buch eine Landschaft beschrieben wird und dies mehrere Seiten einnimmt? Ich selber finde sowas grauenhaft. Reißt mich immer sofort aus der Geschichte raus. Ich will keine Seitenlange Beschreibung von einer Wiese haben. Ich will auch nicht das mit der Autor über mehrere Seiten beschreibt wie lang und dreckig der Bart eines Charakters ist. Solche Stellen findet man hier zum Glück nicht. Viele Beschreibungen sind kurz und knackig. Einfach auf den Punkt gebracht ohne unnötig viele Buchstaben zu verschwenden um so das Buch künstlich in die Länge zu ziehen. Und dennoch kann man sich hier alles sehr gut vorstellen, trotz Beschreibungen, die eben nicht mehrere Seiten benötigen.

Besonders The Witcher Fans kann ich die Bücher nur ans Herz legen. Auch Fantasy Fans sollten hier einen Blick wagen, zumindest dann wenn man es etwas düsterer und „brutaler“ mag.

Die Welt von The Witcher ist nämlich alles andere als friedlich.

Allerdings sollte man vorher die anderen beiden Bände „Der letzte Wunsch„ und „Das Schwert der Vorsehung“ gelesen haben. Ja, dies sind Kurzgeschichten, allerdings spielen diese vor dem Band „Das Erbe der Elfen“. Und im Grunde kann man sagen das dieser Band direkt an die beiden Kurzgeschichten Bände anknüpft. Man sollte daher auf jeden Fall das Vorwissen mitbringen. Vereinfacht vieles, macht einiges verständlicher und bringt einem die Charaktere auch etwas näher.

Mal davon abgesehen sind die Kurzgeschichten allesamt super spannend!

Reihenfolge der Bücher

Falls dich die Reihenfolge interessiert, in welcher man die Bücher lesen sollte / kann, hier einmal eine Auflistung:

Dies wäre zumindest von der Veröffentlichungen her die Reihenfolge. Die ersten beiden Bände enthalten, wie bereits gesagt, Kurzgeschichten. Erst mit „Das Erbe der Elfen“ beginnt die eigentliche Geschichte um Ciri und Co. Diese Story wird in fünf Romanen erzählt.

„Etwas endet, etwas beginnt“ enthält wieder Kurzgeschichten, laut meinen Infos sind hier aber auch nur zwei Geschichten mit Geralt dabei. Zeit des Sturms ist dann wieder ein Roman, welcher aber ein abgeschlossener Band ist. Dieser spielt jedoch nochmals vor den ganzen Büchern.

Ich persönlich würde die Bücher in der genannten Reihenfolge lesen. Chronologisch gesehen wäre allerdings „Zeit des Sturms“ an erster Stelle. Aber das muss letztendlich jeder für sich entscheiden.

Ich mags lieber nach Veröffentlichung zu gehen.

An dieser Stelle wünsche ich dir natürlich viel Spaß beim Lesen! 🙂

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