Ich bin aktuell wieder in einer Phase, wo ich mir bei einigen meiner Hobbys viel zu viel Druck mache. Und ja, dass klingt vollkommen absurd – denn es sind doch nur Hobbys, wieso sollte man sich da überhaupt Stress machen?
Diese Gedanken gehen mir nun schon ein paar Wochen durch meinen Kopf und letztens habe ich auch auf Social Media bereits ein paar Worte darüber verloren. Ich dachte mir, ich könnte daraus direkt einen kleinen Beitrag machen und euch ebenfalls daran teilhaben lassen.
Lese aktuell nicht so viel, wie ich eigentlich möchte
Letzten Dezember habe ich zwei, fast drei Bücher beendet. Im Januar dieses Jahres habe ich sogar vier Bücher gelesen. Im Februar gar keins. Im März habe ich mehrere Bücher angefangen. Der April sah auch nicht anders aus. Auch im letzten Monat habe ich ein Buch angefangen und in den anderen angefangenen Büchern weitergelesen, allerdings nur ein paar Seiten. Im Mai sieht das derzeit auch nicht viel besser aus. Ich habe ein paar Seiten aus „The Faraway Inn“ von Sarah Beth Durst gelesen und bisher jeden Tag mit dem Gedanken gespielt weiterzulesen.
Eins möchte ich aber an dieser Stelle anmerken: Einem Hobby bin ich in den letzten Monaten treu geblieben. Bücher und Manga habe ich weiterhin gekauft. Ob diese auch in naher Zukunft gelesen werden … Naja, darüber sprechen wir besser nicht.
Anfang des Jahres habe ich mir einiges vorgenommen. Ich wollte dieses Jahr viele Bücher nachholen die ich verpasst habe, weil ich früher zur Schulzeit gar nicht gerne gelesen habe. Ja, die Liebe zu Büchern kam bei mir erst sehr viel später. Immerhin kann ich „Der Hobbit“ von meiner Liste streichen. Wow.
So kam mir letztens die Frage, ob ich Bücher weniger liebe, nur weil ich aktuell weniger lese? Liebe ich Bücher weniger als andere Leser:innen die viel mehr Bücher pro Woche lesen?
Jede Person setzte andere Prioritäten im Leben
Grundsätzlich sollte man sich niemals mit anderen vergleichen, schon gar nicht bei Hobbys. Jede Person führt ein ganz anderes Leben. Jede Person hat andere Dinge die wichtig im Leben sind. So ist das natürlich auch bei Hobbys. Die einen beschränken sich auf ein Hobby, andere wiederum haben mehrere und müssen dann entscheiden, mit welchem Hobby die Freizeit genutzt wird.
Ich selber habe da so meine Schwierigkeiten. Ich kann mich nicht auf ein Hobby beschränken. Ich lese gerne. Ich zocke allerdings auch sehr gerne. Ich liebe aber auch Anime. Beim Lesen gibt es dann noch die Option, ob ich nun einen Manga oder einen Roman lese. Viel zu viele Entscheidungen die dann dazu führen, dass ich gar keiner Aktivität nachgehe.
Bei mir ist es so, dass ich sehr sprunghaft bin. Meine Interessen können von Tag zu Tag anders aussehen. Mal liebe ich es mich mit dem einen Thema zu beschäftigen, am nächsten Tag finde ich es eher wieder mühsam und greife zu einem anderen Thema. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden. Ich glaube mir blieb da auch keine andere Wahl. Bei Büchern ist es nicht ganz so. Die Liebe zu Büchern verschwindet nicht, die ist immer vorhanden. Allerdings habe ich Phasen in meinem Leben wo ich mich Wochen exzessiv meine Zeit mit Büchern verbringe und von einer Welt zur anderen springe. Dann gibt es aber auch Phasen wo ich sehr viel Zocke, allerdings kaum zum Lesen komme. In dieser Phase bin ich aktuell. Glaube ich zumindest. Wobei wenn ich darüber nachdenke, in den letzten Tagen habe ich auch kaum gezockt. Hmm …
Und eine weitere wichtige Sache, die mich sehr nervt: Ich verschwende teilweise sehr viel Zeit mit Dingen die komplett unnötig sind. Wie oft ich auf meinem Bett liege und durch Social Media scrolle. Zeit die ich auch einfach nutzen könnte, um zu lesen. Ich muss unbedingt gucken das ich das in den Griff bekomme.
Aber kommen wir doch mal zur Frage zurück. Liebt man Bücher deshalb weniger, nur weil man nicht so viel liest wie manch andere Leser:innen? Du liest im Monat nur ein Buch oder vielleicht beendest du auch nur alle paar Monate eins?
Ganz im ernst? Die Leidenschaft zu einem gewissen Thema sollte nicht darin bemessen werden, wie viel Zeit man dafür investiert. Wie gesagt, es gibt viele Faktoren die bei jeder Person anders sind. Nur weil du keine 300 Bücher im Jahr liest, liebst du Bücher nicht weniger als andere. Bücher lesen ist etwas schönes und jede Person genießt dies in ihrem eigenen Tempo.
Übrigens ist es auch vollkommen okay, wenn man 500 Bücher im Jahr beendet.
Das waren zumindest meine Gedanken, die ich einmal kurz loswerden wollte. Ich selber werde jetzt mal gucken wieder etwas mehr zu lesen, auch wenn es nur ein paar Seiten sind. Denn lesen finde ich einfach geil.
