Auf einmal wurde ein neuer Life is Strange Teil released. Also klar, Life is Strange: Reunion wurde vor geraumer Zeit angekündigt. Im Grunde wussten wir das ein neuer Teil erscheinen wird, aber ich habe so das Gefühl, dass kaum einer den Release auf dem Schirm hatte. Vor allem hat man weniger Tage vorher gar nicht wirklich viel mitbekommen. Allgemein schien mir das Marketing kaum bis gar nicht präsent gewesen zu sein.

Auf jeden Fall erzeugte es bei mir einer Art Überraschungseffekt. Im Hintergedanken wusste ich das irgendwann ein neuer Life is Strange Teil erscheinen wird, am Release-Day war ich jedoch dezent überrascht dass das Game nun schon erhältlich ist. Max und Chloe endlich wieder vereint. Darauf haben viele Fans so lange gewartet. Letztendlich hat dieses Duo die Spieleserie geprägt und ich denke mal für viele wird der erste Teil immer noch der Liebling sein.

Ich persönlich hänge nicht all zu sehr an Teil 1, obwohl ich das Game ebenfalls sehr liebe. Jedoch fand ich, bis auf eine Ausnahme alle anderen Teile ziemlich gut. Das zuletzt erschienene „Life is Strange: Double Exposure“ ist sogar zu meinem absoluten Favoriten aus der Reihe geworden. Liegt unter anderem auch daran das ich zum einen Max mag, aber auch die anderen Charaktere und mir das Setting richtig gut gefallen hat. Um es einmal zusammenzufassen: Für mich war Double Exposure ein rundum gelungenes Spiel. Die Story fand ich interessant, mir hat es sehr viel Spaß gemacht mich umzusehen und mit den Charakteren zu interagieren.

Mit Reunion ist nun eine Fortsetzung erschienen, die die Geschehnisse aus dem letzten Teil nochmal aufnimmt und neue Probleme im Leben von Max hinzufügt.

Meine ersten drei Stunden mit Life is Strange: Reunion

Einmal vorweg: Ich bin noch relativ am Anfang. Habe die ersten knappen drei Stunden im Game verbracht, mich ein wenig umgesehen und mir ein kleines Bild von dem gemacht, was da eventuell noch kommen mag, zumindest ein Bild von dem, was der Anfang für Spieler:innen bereithält.

Mit Reunion wird die Geschichte weitererzählt. Wenn du also schon mit dem letzten Teil nicht sonderlich viel anfangen konntest bzw. es nicht sonderlich cool fandest in welche Richtung sich Life is Strange entwickelt, wirst du vermutlich auch mit Reunion deine Schwierigkeiten haben.

Screenshot aus Life is Strange: Reunion. Max sitzt auf einer Bank und denkt nach. Eine schöne Aussicht mit einem See, kleinen Bergen und bunter Landschaft ist in der Ferne zu sehen.

Wenn du allerdings einfach nur doof fandest das Chloe nicht an Max Seite war, dann vergiss den vorherigen Absatz, denn ich kann dich an dieser Stelle beruhigen: Chloe kommt zurück. Ein bisschen merkwürdig für alle, die im ersten Teil Chloe haben sterben lassen, ist es dennoch. Wobei ich hier nicht genau sagen kann, ob es eine sinnvolle Erklärung dafür gibt, wieso Chloe nun doch lebt. Zu Beginn des Spiels wurde ich nämlich gefragt ob ich die Entscheidungen aus den vorherigen Teilen selbst auswählen möchte oder ob das Game eine zufällige Auswahl treffen soll. Auch hier weiß ich jetzt nicht, ob die Frage auch erscheint, wenn man auf der gleichen Plattform bereits die anderen Teile gezockt hat. Bei mir ist Reunion der erste Teil den ich auf dem PC spiele, demnach habe ich mich dazu entschieden die Auswahl selbst zu treffen. Hier wird man dann mit diversen Situationen aus vergangenen Teilen konfrontiert. So konnte ich unteranderem auswählen, ob ich Chloe oder Arcadia Bay gerettet habe. Habe mich fürs erstere Entschieden. Demnach hat sie bei mir überlebt. Wie es nun ist, wenn ich mich für Arcadia Bay entschieden habe, ob sie dann überhaupt im Game auftaucht, kann ich nicht sagen. Vielleicht teste ich es die Tage mal aus, interessieren würde es mich schon sehr.

Der wohl größte Unterschied zu den anderen Teilen mit Max und Chloe ist, dass Chloe spielbar ist. So beginnt das Game z.B direkt zu Beginn mit Chloe. Eine kleine Einführung, in der wir erfahren, was Chloe derzeit macht. All zu sehr scheint sie sich nicht verändert zu haben und es kommt direkt ein sehr vertrautes Gefühl auf. Allerdings scheint mit ihr etwas nicht zu stimmen. Sie hat Träume, von Max, wie sie jemanden erschießt. Ob Chloe wohl auch Kräfte entwickelt? Seitdem letzten Teil ist dies zumindest nicht mehr undenkbar.

Der Part mit Chloe geht allerdings relativ schnell vorbei. Viel machen wir nicht, außer paar Antworten zu geben und dann in dem gruseligen Traum zu versinken, welcher wohl auch einen Anlass dazu gibt, Max aufzusuchen.

Direkt danach befinden wir uns bei Max, die von einer einer kleinen Reise zurück ist. Es beginnt relativ ruhig, bis das Schicksal aber wieder eine sehr komische Wendung nimmt und irgendwas merkwürdiges in der Uni vorgefallen ist.

Max muss einmal erneut ihre detektivischen Fähigkeiten auspacken

Max fährt schnell zur Uni. Sie will helfen. Angekommen bemerken wir das der ganze Campus am brennen ist. Studenten sind eingesperrt und drohen zu verbrennen und dann ist da noch Moses, den wir auf dem Dach sehen, mit einer Person in den Armen. Wir konnten jedoch nicht rechtzeitig helfen. Auf einmal gibt es eine Explosion, die das Leben vieler aushaucht. Max selber wird von der Wucht getroffen. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Kräfte zu nutzen und in die Vergangenheit zu reisen. Zu dem Zeitpunkt, bevor sie aufgebrochen ist.

Screenshot aus Life is Strange: Reunion. Max wird nach hinten geschleudert.

Schnell wird klar was unser Ziel ist. Moses ist die einzige Person, die von ihren Kräften weiß und ihr auch seit dem Vorfall im letzten Jahr, dabei hilft diese mehr und mehr zu verstehen. Irgendwie müssen wir herausfinden, wer dieses Feuer gelegt hat bzw. wer vor hat dieses Feuer zu legen um dieses brutale Ereignis aufzuhalten.

Dabei helfen natürlich unsere Fähigkeiten. Das Gameplay ist wie gehabt. Wir laufen durch die wirklich schön gestalteten Gebiete, schauen uns alles mögliche an, sprechen mit anderen um somit eventuell hilfreiches zu erfahren. Die alten Fähigkeiten von Max sind zudem wieder zurück. Wir können also wieder bei jeglicher Gelegenheit die Zeit für einige Minuten zurückspulen, um so diverse Entscheidungen rückgängig zu machen. Dies hilft uns in gewissen Situationen sehr um z.B bei manchen Personen Gehör zu finden.

Screenshot aus Life is Strange: Reunion. Max redet mit jemanden: Mir auch. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich dafür hier sein kann!

Der Unterschied zum vorherigen Teil ist eben der, dass wir jetzt auch noch Chloe als Spielbaren Charakter haben. In den drei Stunden kam dies bisher nur einmal vor. Also zum Beginn des Spiels steuern wir Chloe, dann gab es einen Wechsel auf Max und an dem Punkt, wo ich mich aktuell befinde, wechselte das Spiel wieder zu Chloe. Ob es also ab einem gewissen Punkt so sein wird, dass man selbst entscheiden kann ob man Chloe oder Max spielt, kann ich daher noch nicht sagen.

Mein derzeitiges Fazit zu Life is Strange: Reunion

Es fühlt sich wie nach Hause zukommen an. Chloe zu spielen, gab schon ein Gefühl von Nostalgie. Die ganzen Charaktere die man lieb gewonnen hat erneut zu sehen, ist schon ein sehr cooles Gefühl. Vor allem das die Geschichte nun weitererzählt wird, macht einen schon sehr Neugierig darauf, wie es weitergeht.
Das Gameplay ist wie gewohnt schön entschleunigend, man hat viel zu entdecken und es gibt den ein oder anderen witzigen Spruch, was Max nochmal sympathischer macht.
Allerdings muss ich leider sagen das die Performance des Game nicht sonderlich gut ist, zumindest auf dem PC. Nicht durchgehend, aber es kommt hin und wieder vor das die FPS auf einmal unter 30 droppen, obwohl sie zu vor noch wesentlich höher waren. Mir ist es vor allem aufgefallen das dies nach einer Weile im Game vorkommt, wenn man also schon ein wenig gezockt hat. Ich hoffe das sich das eventuell noch bessert.